Monate: Februar 2011

Ich bin.

Ich bin die, die an diesem Sonntagmorgen schon zu abartig und unchristlich frühen Zeiten wach war…weil die graue Wecker-Realität sie aus dem Schlaf reißen musste. Die, die genau deswegen von der gestrigen Nacht nur halb so sehr mit Liebe und Lachen erfüllt wurde, als sie wollte…weil es nicht anders ging. Die, die jetzt ihren dritten schwarzen Kaffee kippt und genau weiß, dass noch etliche folgen werden…weil sie sonst selbst mit Stahlkappenstiefeln ihren Lebensgeistern nicht stark genug in den Hintern treten könnte. Die, deren Kopf schon jetzt wieder zum bersten voll ist mit Herzscheiße und Gedanken, die nun in geballter Wortform herausplatzen…weil sie sich in der Nacht wieder viel zu sehr auftürmten. Die, die gerne Rückenwind hätte, aber ihren Hut immer noch ein Stückchen tiefer ins Gesicht ziehen und sich tapfer auf den Beinen halten muss…weil der gewohnte Gegenwind sie sonst zu Fall bringen würde. Die, die das Wort „Gegenwind“ nicht nur mit natürlichen Gegebenheiten in Verbindung bringt…weil es Menschen gibt, die teilweise als Orkan durch ihr Herz und Leben fegen. Die, die nachher im Zug …

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Etwas Großes.

„Du glaubst, Du stehst alleine, doch das stimmt so nicht. Hier hast Du dich geirrt…“ Etwas großes steht vor deiner Tür. Die Tür, die in deinen Augen ein Mauseloch ist. Für alle anderen ist sie ein Tor. Groß, imposant..und mit weiten Flügeltüren, die das schönste deiner selbst preisgeben. Würden sie sich öffnen. Würdest Du sie öffnen. Du hast Angst, nichts könnte hindurch wollen…und wenn doch, dass es nicht passt. Sich bei dem Versuch etwas abbricht, zusammenstaucht, sich verbiegt…und am Ende nicht mehr das ist, was Du dachtest zu sehen. Und deshalb machst Du den Schritt, den Du auf deine Tür zugegangen bist wieder zurück..dann noch einen..und lässt sie verschlossen. Du bleibst zurück in deiner kleinen Welt, geschaffen aus Gewohnheit, Routine und Angst. Einst war die Sehnsucht deine Mitbewohnerin, doch irgendwann konntest Du sie nicht mehr ertragen. Nicht etwa, weil sie unordentlich, unzuverlässig oder gar schlampig war. Nein, im Gegenteil. Nie gab es jemanden, der dich so gut kannte, dich immer wieder daran erinnerte wer Du eigentlich bist und sein willst. Niemanden, der je so ehrlich, …

Nicht.

„Ich will mich nicht verlieben. Schon gar nicht in dich. Das ist nicht Teil des Plans, es steht auf meiner „100 Dinge, die ich noch tun muss, bevor ich sterbe“-Liste nicht an 1.Stelle und überhaupt….nein! Doch die Nächte, alte Songs, ein Astra zuviel & deine Worte, treiben komisch-lustige Spielchen mit mir. Ich muss dich noch nicht mal sehen um zu wissen, dass das nicht sein kann. Ich muss dich einfach nur sehen um zu wissen, dass ich nicht anders kann. Du bist komisch. Ok, ich auch. Aber deine Art, so wie Du dich gibst..so wie Du bist..ist einfach seltsam. Und deshalb unglaublich schön. Ich mag es gern. Ich mag dich gern. Aber bilde dir darauf bloß nichts ein, schließlich mag ich auch Käse mit Honig! Oder das Gefühl, einfach mal allein durch die nächtlichen Straßen zu laufen & mir vorzustellen, das in jeder Laterne eine kleine, flirrende Glühwürmchenfamilie wohnt, die sie zum leuchten bringt. So wie deine Augen leuchten, wenn wir uns sehen… . Aber ich brauch dich nicht. Nicht zum allein-sein. Ich will dich …